Leichte Sprache
Die Leichte Sprache ist eine speziell geregelte Form der Kommunikation, die in Deutschland und weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Sie dient dazu, Texte und komplexe Informationen so aufzubereiten, dass Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder einer Behinderung diese ohne fremde Hilfe verstehen können. Das Ziel ist die soziale Inklusion: Alle Menschen sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, unabhängig von ihrer Fähigkeit, komplizierte Sprache zu verarbeiten.
Damit die Kommunikation gelingt, folgt die Leichte Sprache strikten Regeln. Diese Regeln betreffen nicht nur den Inhalt, sondern auch den Aufbau der Sätze und die Wahl der Wörter. Für viele Personen ist das **Lesen** herkömmlicher Texte eine unüberwindbare Barriere. Hier setzt die Übersetzung in Leichte Sprache an, um den Inhalt barrierefrei zugänglich zu machen. In der digitalen Welt ist diese Form der Sprache ein Kernstück der Barrierefreiheit.
Differenzierung: Leichte Sprache vs. Einfache Sprache
Oft wird die Leichte Sprache mit der Einfachen Sprache verwechselt, doch es gibt einen klaren Unterschied. Die Leichte Sprache richtet sich primär an Menschen mit einer geistigen Behinderung oder Lernschwierigkeiten (Niveau A1). Sie nutzt extrem einfache Wörter, kurze Sätze und wird oft durch erklärende Bilder unterstützt. Ein Netzwerk aus Experten und betroffenen Personen prüft den Inhalt vor der Veröffentlichung.
Im Gegensatz dazu ist die Einfache Sprache weniger streng reglementiert (Niveau B1). Sie hilft Menschen, die nicht gut **lesen** können oder Deutsch als Fremdsprache nutzen. Während in Deutschland für öffentliche Stellen die Leichte Sprache oft Pflicht ist, nutzen Unternehmen die Einfache Sprache, um die Kommunikation mit einer breiteren Zielgruppe zu verbessern.
Die wichtigsten Regeln für barrierefreie Texte
- Einfache Wörter nutzen: Vermeiden Sie Fachbegriffe. Erklären Sie schwere Begriffe durch ein einfaches Beispiel.
- Kurze Sätze bilden: Jeder Satz sollte nur eine Information enthalten. Lange Sätze verwirren die Menschen beim **Lesen**.
- Bilder zur Unterstützung: Nutzen Sie aussagekräftige Bilder, um den Inhalt der Texte visuell zu erklären.
- Klare Typografie: Große Schrift und viel Platz zwischen den Zeilen helfen Menschen dabei, die Wörter besser zu erfassen.
Inklusion durch professionelle Übersetzung
Die Übersetzung von komplexem Inhalt in Leichte Sprache ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Es reicht nicht aus, nur schwere Wörter zu ersetzen. Man muss den Kern der Kommunikation verstehen und ihn so aufbereiten, dass er für alle Menschen verständlich bleibt. Viele Menschen in Deutschland sind auf diese Form der Sprache angewiesen, um ihre Rechte wahrzunehmen und Informationen im Alltag zu nutzen.
Ein starkes Netzwerk aus Prüfern stellt sicher, dass die Texte wirklich barrierefrei sind. Ein positives Beispiel hierfür ist die barrierefreie Gestaltung von Wahlunterlagen oder behördlichen Formularen. Wenn der Inhalt klar ist, sinkt die Frustration bei den Menschen massiv.
Technologie für Menschen
easyVision: Leichte Sprache digital unterstützen
Digitale Texte können für viele Menschen eine Herausforderung sein. Mit easyVision bieten wir eine Lösung, die das **Lesen** im Web erleichtert. Das Widget ermöglicht Anpassungen der Sprache durch serifenlose Schriftarten und Vorlesefunktionen. So unterstützen Sie Menschen mit einer Behinderung dabei, den digitalen Inhalt Ihrer Website barrierefrei zu konsumieren.
Mehr erfahren →Fragen zur Leichten Sprache
Braucht man immer Bilder für Leichte Sprache?
Ja, Bilder sind ein zentraler Bestandteil der Regeln. Sie helfen Menschen, den Sinn der Sätze schneller zu erfassen und unterstützen die Kommunikation visuell.
Wer prüft die Texte?
Idealerweise prüft ein Netzwerk aus betroffenen Personen die Texte. Nur so kann man sicher sein, dass die Menschen den Inhalt wirklich verstehen.
Gibt es ein Gesetz für Leichte Sprache in Deutschland?
Ja, die BITV 2.0 verpflichtet öffentliche Stellen in Deutschland dazu, wichtige Informationen in Leichter Sprache bereitzustellen, um Menschen mit Behinderung nicht auszuschließen.
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