Alt-Texte: Warum sie für SEO und Barrierefreiheit entscheidend sind
Bilder machen Webseiten lebendig, sie erklären komplexe Sachverhalte, wecken Emotionen und lenken den Blick auf das Wesentliche. Doch was passiert, wenn ein Bild nicht geladen werden kann oder ein Mensch mit Sehbehinderung Ihre Seite besucht? Dann entscheidet ein kleines, oft übersehenes HTML-Attribut darüber, ob Ihr Inhalt verständlich bleibt: der Alt-Text.
Kurzfassung
Alt-Texte sind kurze Beschreibungen im HTML-Code eines Bildes, die Screenreadern die Bildinhalte für Menschen mit Sehbehinderung zugänglich machen. Seit dem 28. Juni 2025 schreibt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) auf Basis der WCAG 2.2 vor, dass jedes nichttextliche Element eine Textalternative erhält. Gleichzeitig nutzt Google Alt-Texte als Signal für die Bildersuche und die gesamte Seitenrelevanz, weshalb gute Alt-Texte auch das SEO-Ranking verbessern. Mit easyAlt von SiteCockpit lassen sich fehlende Alt-Texte automatisch und KI-gestützt generieren, direkt im SiteCockpit-Dashboard.
Alt-Texte: Warum sie für SEO und Barrierefreiheit entscheidend sind
Bilder machen Webseiten lebendig, sie erklären komplexe Sachverhalte, wecken Emotionen und lenken den Blick auf das Wesentliche. Doch was passiert, wenn ein Bild nicht geladen werden kann oder ein Mensch mit Sehbehinderung Ihre Seite besucht? Dann entscheidet ein kleines, oft übersehenes HTML-Attribut darüber, ob Ihr Inhalt verständlich bleibt: der Alt-Text.
Was viele Unternehmen unterschätzen: Alt-Texte sind nicht nur ein Werkzeug für digitale Barrierefreiheit. Sie sind ein handfester SEO-Faktor, der Ihre Sichtbarkeit in der Google-Suche und in der Bildersuche messbar verbessern kann. In diesem Beitrag zeigen wir, warum Sie beide Perspektiven zusammendenken sollten und wie Sie das Thema effizient in den Griff bekommen.
Was sind Alt-Texte und warum braucht jedes Bild einen?
Alt-Texte (auch Alternativtexte oder Alt-Attribute genannt) sind kurze Beschreibungen, die im HTML-Code eines Bildes hinterlegt werden. Sie erfüllen zwei zentrale Aufgaben:
Für Menschen: Screenreader lesen Alt-Texte vor, damit Menschen mit Sehbehinderungen den Bildinhalt verstehen können. Weltweit leben rund 2,2 Milliarden Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung. Wenn Alt-Texte fehlen oder schlecht formuliert sind, bleiben diese Nutzerinnen und Nutzer von wichtigen Inhalten ausgeschlossen.
Für Suchmaschinen: Google kann Bilder nicht so interpretieren wie Menschen. Der Algorithmus nutzt den Alt-Text zusammen mit dem Dateinamen und dem umgebenden Text, um den Bildinhalt zu verstehen und korrekt zu indexieren. Ohne Alt-Text bleibt ein Bild für Suchmaschinen im Grunde unsichtbar.
Alt-Texte als SEO-Hebel: So profitiert Ihr Ranking
Die Google Bildersuche verzeichnet täglich rund 3,5 Milliarden Suchanfragen. Das ist ein enormes Traffic-Potenzial, das viele Unternehmen brachliegen lassen. Optimierte Alt-Texte helfen Ihnen, dieses Potenzial zu erschließen:
- Bessere Platzierung in der Bildersuche: Google nutzt den Alt-Text als primäres Signal, um die Relevanz eines Bildes für eine bestimmte Suchanfrage zu bewerten.
- Stärkere Seitenrelevanz: Wenn Ihre Alt-Texte relevante Begriffe enthalten, die zum Thema der Seite passen, stärkt das die inhaltliche Relevanz und wirkt sich positiv auf das gesamte Ranking aus.
- Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchergebnissen: 2026 spielen KI-Systeme wie Googles AI Overviews eine immer größere Rolle. Gut formulierte Alt-Texte erhöhen die Chance, in diesen neuen Formaten berücksichtigt zu werden.
- Weniger Absprünge bei Ladeproblemen: Kann ein Bild nicht geladen werden, zeigt der Browser den Alt-Text als Platzhalter an. So bleibt der Inhalt verständlich, und die Verweildauer profitiert.
Gesetzliche Pflicht seit dem 28. Juni 2025
Neben den SEO-Vorteilen gibt es einen weiteren gewichtigen Grund, Alt-Texte ernst zu nehmen: das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Seit dem 28. Juni 2025 verpflichtet das Gesetz zahlreiche Unternehmen in Deutschland, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten.
Die Grundlage bilden die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.2). Das Erfolgskriterium 1.1.1 „Nichttextlicher Inhalt" fordert klar: Für jeden nichttextlichen Inhalt muss eine Textalternative bereitgestellt werden, die denselben Zweck erfüllt. Das betrifft Bilder, Icons, Infografiken, Buttons und alle weiteren visuellen Elemente.
Bei Nichteinhaltung drohen Abmahnungen, Bußgelder und nicht zuletzt ein Imageschaden. Doch unabhängig von der rechtlichen Dimension gilt: Wer Alt-Texte konsequent pflegt, macht seine Website nicht nur rechtskonform, sondern auch für alle Besucherinnen und Besucher zugänglicher.
So schreiben Sie gute Alt-Texte: 6 Praxisregeln
Die gute Nachricht: Gute Alt-Texte zu schreiben ist kein Hexenwerk. Wenn Sie sich an diese Grundsätze halten, treffen Sie sowohl die Anforderungen der Barrierefreiheit als auch die der Suchmaschinenoptimierung:
- Beschreiben Sie den Zweck, nicht nur das Aussehen: Fragen Sie sich, warum dieses Bild hier steht. Ein Produktbild auf einer Shopseite braucht eine andere Beschreibung als ein dekoratives Hintergrundbild.
- Bleiben Sie unter 125 Zeichen: Die meisten Screenreader brechen den Alt-Text nach etwa 125 Zeichen ab. Das zwingt zur Prägnanz, was auch Suchmaschinen zugutekommt.
- Verzichten Sie auf „Bild von" oder „Foto zeigt": Screenreader kündigen bereits an, dass es sich um ein Bild handelt. Die Wiederholung ist überflüssig und verschwendet wertvolle Zeichen.
- Setzen Sie relevante Begriffe natürlich ein: Wenn das Bild thematisch zum Seiteninhalt passt, dürfen und sollten Sie relevante Suchbegriffe im Alt-Text verwenden. Vermeiden Sie dabei Keyword-Stuffing.
- Lassen Sie dekorative Bilder leer: Rein dekorative Elemente wie Trennlinien oder Hintergrundmuster erhalten ein leeres Alt-Attribut (alt=""). So überspringt der Screenreader das Bild und stört den Lesefluss nicht.
- Machen Sie jede Beschreibung einzigartig: Vermeiden Sie identische Alt-Texte für unterschiedliche Bilder. Jedes Bild hat einen eigenen Kontext und verdient eine individuelle Beschreibung.
Beispiel: So sieht der Unterschied aus
Schlecht: alt="Bild". Kein Kontext, kein Mehrwert. Weder Screenreader noch Suchmaschine können damit etwas anfangen.
Besser, aber noch nicht optimal: alt="Frau am Laptop". Beschreibend, aber zu allgemein. Es fehlt der Bezug zum Seiteninhalt.
Gut: alt="Mitarbeiterin prüft Barrierefreiheitsbericht im SiteCockpit-Dashboard". Konkret, kontextbezogen und mit einem relevanten Begriff versehen, sowohl für die Barrierefreiheit als auch für SEO ein Gewinn.
Das Problem in der Praxis: Hunderte Bilder, wenig Zeit
Die Theorie klingt einfach. In der Praxis sieht es anders aus: Viele Websites haben Hunderte oder Tausende Bilder, bei denen Alt-Texte fehlen oder veraltet sind. Jedes Bild manuell zu prüfen und zu beschriften, kostet erheblich Zeit und Ressourcen.
Genau hier setzt easyAlt von SiteCockpit an. Als Teil unserer KI-gestützten Produktfamilie easyAI generiert easyAlt automatisch beschreibende Alt-Texte für die Bilder auf Ihrer Website. Die Texte werden mithilfe europäischer KI erstellt, direkt in Ihrem SiteCockpit-Dashboard. So können Sie in kurzer Zeit Hunderte fehlender Alt-Texte ergänzen, Ihre Barrierefreiheit verbessern und gleichzeitig Ihr SEO-Potenzial ausschöpfen.
Alt-Texte sind kein Nice-to-have
Alt-Texte stehen an der Schnittstelle von Barrierefreiheit und Suchmaschinenoptimierung. Sie machen Ihre Website für Menschen mit Sehbehinderungen zugänglich, erfüllen die gesetzlichen Anforderungen des BFSG und verbessern gleichzeitig Ihre Sichtbarkeit in der Google-Suche und in KI-gestützten Suchergebnissen.
Wer Alt-Texte als lästige Pflichtübung betrachtet, verschenkt doppelten Mehrwert. Wer sie strategisch einsetzt, gewinnt auf beiden Seiten: mehr Reichweite und ein inklusiveres Web.
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